Ein Vierteljahrhundert Schützen-Band

Großartiger Festabend im Rahmen der Geilenkirchener Pfingstkirmes.

 

Geilenkirchen. Es war nicht unbedingt das „Colonia Duett“, welcher der großen Geburtstagsfete der „Sebastianus Schützen Band“ den Stempel einer rundum gelungenen Veranstaltung aufdrückte. Es waren vielmehr die Gäste, die am vergangenen Pfingstwochenende die Nächte zum Tage werden ließen und das 25jährige Bestehen der Geilenkirchener Big-Band unvergessen machten.

 

Im Rahmen der St. Sebastianus Pfingstkirmes erlebte Geilenkirchen einen Festabend der Sonderklasse. Schon am frühen Abend begannen die Musiker der Schützenband mit ihrem Programm. Nach einem Intro des Musikvereins Geilenkirchen zeigten die hervorragend von Bandleader Rainer Tegtmeyer arrangierten Songs ihre gewiß nicht von allen erwartete Klasse.

 

Der Applaus war noch nicht ganz verklungen, als der „Vater“ der Schützenband, Josef Dohmen, das Podium betrat und die Gäste im Festzelt begrüßte. Ihm gleich tat es auch Schirmherr und Bürgermeister Heinrich Cryns. Sehr eindrucksvoll hob er die Rolle der Sebastianus-Schützen-Band im kulturellen Leben der Stadt Geilenkirchen hervor, und diesen Worten ließen die Musiker Taten folgen.

 

Nach Kurt Edelhagens „Erkennungsmelodie Sport & Musik“ brillierte die Big-Band nicht allein mit ihrem unverwechselbar kompakten Sound, vielmehr bekamen die Solisten an den Drums, Saxophonen und Trompeten ausreichend Gelegenheit zu musikalischen Ausflügen. Das Finale war einer Polka für drei Trompeten vorbehalten. Zwar hatte Conferencier Frank Küppers vom „Drama für drei Blechbläser“ gesprochen, was jedoch die Klasse der Solisten Küppers/Wagemann/Tegtmeyer keinen Abbruch tat.

 

Bevor es zur stürmisch geforderten Zugabe kam, wurde Josef Dohmen als kleines Dankeschön seiner Band ein Anrufbeantworter überreicht. Die Dankesrede des ersten Vorsitzenden war ein Spiegelbild seiner Schaffenskraft – keine großen Worte und dafür Taten sprechen lassen. „Ein guter Freund sagte zu mir: wenn Du keinen Spaß mehr hast, dann hör auf und ich muss Ihnen sagen: Ich hab immer noch großen Spaß...!“

 

Und dann wurde es närrisch im Festzelt. Mit einer Träne im Knopfloch kündigte Franz-Michael Jansen ein Duo an, welches er für seinen GKV herzlich gern reserviert hätte: das Colonia Duett. Zum Parademarsch der Schützen-Band wurden Zimmermann & Süper auf die Bühne geführt, und schon wischten sich die ersten Festgäste die Freudentränen aus den Augenwinkeln.

 

Nach einem zwar bekannten, jedoch immer wieder herzerfrischenden Programm kam es doch zu einem weiteren Höhepunkt in diesem doch etwas außergewöhnlichen Kontrastprogramm. Die Kevrenn aus Geilenkirchens Partnerstadt Quimperlé zeigeten kleine Ausschnitte eines bretonischen Schauspiels. Leider ließ der Holzboden es nicht zu, dass die Tanzgruppe ihre Tänze aufführen konnte und doch war es ein wunderschöner Moment bretonswscher Kultur an diesem Pfingstwochenende in Geilenkirchen.

 

Nach einer langdurchzechten Nacht stand der Sonntag im Zeichen des Festumzuges, der jedoch durch das schlechte Wetter nicht den Reiz und Anziehungskraft vergangener Tage erreichte. Im Festzelt beim anschließenden Dämmerschoppen kam es zu einem musikalischen Wiedersehen von Bangmitgliedern aus der Gründungszeit (dem ehemaligen Schützen-Fanfarenkorps) und Musikern der „Neuzeit“. Alles in allem war es ein rundum gelungenes Jubiläumsfest der St.-Sebastianus-Schützenband.

 

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